Warum ausreichend gesunder Schlaf wichtig ist

Gesundheitliche und arbeitsbezogene Auswirkungen von Schlafstörungen

Ausreichend und vor allem guter Schlaf ist für den Menschen überlebenswichtig. Er erhöht die Chance bis ins hohe Alter geistig fit und gesund zu bleiben. So regenerieren im Schlaf nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn läuft auf Hochtouren, um Gelerntes abzuspeichern und Abbaustoffe regelrecht “auszuwaschen” [1]. Wenn bestimmte Stoffe nicht ausreichend aus dem Zentralnervensystem entfernt werden, lagern sie sich im Gehirn ab und begünstigen so - laut aktueller Vermutungen - Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer. Auch Volksleiden wie Adipositas, Diabetes Typ II, kardiovaskuläre Erkrankungen und Hypertonie können durch zu wenig Schlaf begünstigt werden - und hier zählt bereits weniger als sechs Stunden Schlaf täglich [2, 3, 4].

Laut des aktuellen DAK Gesundheitsreports sind rund 80 Prozent der Erwerbstätigen hierzulande von Schlafstörungen betroffen [5]. Etwa jeder zehnte Arbeitnehmer leidet unter der besonders schweren Schlafstörung Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität und folglich Tagesmüdigkeit und Erschöpfung. Diese Zahl ist seit der letzten Studie 2010 um bedenkliche 60 Prozent gestiegen. Neben negativen gesundheitlichen Folgen beeinträchtigt unzureichender, schlechter Schlaf und insbesondere Insomnie auch die kognitive Leistung und die Produktivität am Arbeitsplatz [6, 7]. Wissenschaftliche Studien fanden Zusammenhänge zwischen einem Schlafentzug von 24 Stunden und einem Hypometabolismus im präfrontalen Cortex und den Parietallappen - Bereiche, denen eine hohe Bedeutung bezüglich Urteilsvermögen, Impulskontrolle, Aufmerksamkeit und visueller Wahrnehmung zukommt [8, 9]. Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Studie bei welcher die Versuchspersonen regelmäßig maximal sieben Stunden Schlaf pro Nacht bekamen, was nahe legt, dass bereits regelmäßig geringfügig weniger Schlaf nachweisbare kognitive Leistungseinschränkungen und Produktivitätsverlust mit sich bringt [10, 11]. Die Folgen sind somit nicht nur gesundheitlicher, sondern auch ökonomischer Natur. Fehltage wegen Schlafstörungen nahmen von 2005 bis 2015 um über 70 Prozent zu; im Durchschnitt waren das 2015 rund vier Fehltage pro 100 Arbeitnehmer [12]. Deutschlandweit wird der volkswirtschaftliche Schaden durch Schlafentzug auf ein bis anderthalb Prozent des Bruttoinlandsprodukts geschätzt [13].

Ursachen für Schlafprobleme sind laut DAK-Report unter anderem die Arbeitsbedingungen. Ständiges Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit, Erreichbarkeit nach Feierabend, Überstunden, Nachtschichten und Pendeln beeinträchtigen die Schlafqualität und steigern das Risiko Insomnie zu entwickeln. Unternehmen und Organisationen können Arbeitnehmer durch verschiedene Maßnahmen darin unterstützen einen gesunden Schlafrhythmus zu entwickeln, so zum Beispiel dem Gebrauch von Arbeitslaptop und -handy nach Feierabend entgegenwirken, Überforderung und Stressverursacher am Arbeitsplatz minimieren, Sportmöglichkeiten anbieten und den Mitarbeitern mehr Kontrolle über ihre Arbeitszeit geben [13]. Des Weiteren können Arbeitnehmern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Schlafqualität und Gesundheit allgemein empfohlen werden wenn Schlafquantität und -qualität individuell erfasst werden. Schlafrelevante Daten können mit Hilfe von mesana durch eine Kombination aus Langzeit-EKG, Bewegungssensoren und einem Schlaftagebuch gewonnen werden. Ein betriebsweiter Gesundheits-Check liefert standortübergreifend eine objektive Auswertung der Mitarbeitergesundheit und ermöglicht somit ein frühes, pro-aktives Handeln, um gesundheitlich bedingte Ausfälle zu reduzieren und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu steigern.

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Literatur